Hochzeitsnaschereien

Immer, wenn ich in Frankreich bin – also mindestens ein Mal im Jahr – da höre und sehe ich meinen Namen öfter: Madeleine. Madeleines sind eine kleine, süße Versuchung. Hier in Deutschland fiel mir der Name in der Vergangenheit nicht so oft auf. Das hat sich schlagartig geändert, als ich Marie vor gut einem halben Jahr kennengelernt habe. Marie und ich, wir sind uns auf einem Netzwerktreffen begegnet. Das Thema Hochzeit und der Name Madeleine haben uns sofort verbunden. Sie hat mir von ihrem Business erzählt und seitdem verfolge ich ihre Karriere. Eine junge Frau, die ihrer Leidenschaft nachgeht, großartig! Ich durfte die Kreation von Marie selbst kosten und finde, dass Madeleines eine tolle Nascherei sind (und das im übrigen nicht nur auf Hochzeiten). 

Auf einer Hochzeit sollen sich die Gäste wohl fühlen – dazu gehört eben auch das Essen. Madeleines sind ein „All-Rounder“: ob als Gastgeschenk, auf dem Kuchenbufett oder als Mitternachtssnack! 

Ich wollte mich eigentlich schon viel früher mit Marie für ein Interview treffen. Nur leider sind unsere Kalender ganz schön voll und ein Termin hat sich leider nicht ergeben. Eines meiner guten Vorsätze im neuen Jahr ist: die schnellere Umsetzung meiner to dos. Eine sehr gute Hilfe ist dabei die Planung der Termine (weit) im voraus. Und genau das habe ich getan. Ich habe „Nägel mit Köpfen“ gemacht, einen Termin vereinbart und Marie getroffen. So einfach ist das 😉 Wir haben Madeleines genascht, Tee getrunken & ich habe sie Löcher in den Bauch gefragt. Was dabei herausgekommen ist… lest selbst! Viel Spaß dabei.

Vielleicht für alle, die Madeleines nicht so gut kennen: was ist das und aus was bestehen sie? Sind sie lange haltbar?
Madeleines sind ein traditionelles Feingebäck aus Frankreich. Ursprünglich in einer Muschelschale gebacken wurden sie in Frankreich bereits im 18. Jahrhundert erfunden. Die Madeleine hat die Jahrzehnte überdauert und wurde dann ein Jahrhundert später Kult dank des Schriftstellers Proust. Der Geschmack einer in Tee getunkten Madeleine versetzt den Erzähler in Kindheitserinnerungen und wird zum Katalysator von Gefühlen der Nostalgie. Jeder Franzose hat seine persönliche “Madeleine de Proust”: das Gebäck oder Gericht, das ihn sofort zurück in die süßesten Momente seiner Kindheit versetzt. Dieses Phänomen möchte die Modern Bakery nun auch auf deutschen Hochzeiten bekannt machen. Unsere Madeleines sind frisch und nach traditioneller Rezeptur hergestellt. Welten trennen sie von den “Madeleines”, die man in deutschen Supermärkten bekommt: im 12er-Pack, Feuchthaltemittel und chemisch replizierte Aromen inklusive. Die Madeleine soll mit unserer Hilfe aber auch moderner werden. Ich biete darum nicht nur die traditionelle Madeleine mit Zitrone oder Vanille sondern auch außergewöhnliche Varianten wie z.B. Lavendel, Zitrone-Mohn, Brownie mit Salzbrezeln und auch salzige Varianten mit Käse + Speck oder Olive + Tomate. Zur Haltbarkeit: Unsere Madeleines enthalten keine Konservierungsstoffe, das heißt wie die meisten anderen Backwaren, sollten sie möglichst zeitnah nach Herstellung verzehrt werden. Wir haben aber einen Weg gefunden die Haltbarkeit bei unverändertem Geschmack über eine Woche hinaus zu verlängern: die Madeleines werden dazu einzeln verpackt und taugen so auch als Gastgeschenke oder als Danksagung nach der Hochzeit.

Marie, kommst du aus Frankreich?
Ja, ich bin in der Nähe von Strasbourg aufgewachsen. Ich habe mich aber immer in der deutschen und vor allem auch der österreichischen Kultur heimisch gefühlt. Ich hatte damals den Traum, nach Wien zu ziehen und mein Leben inmitten des Jugendstils führen zu können. Das ermöglichte ich mir dann auch und machte Erasmus in Wien. Danach ging ich im Rahmen meines Studiums auch nach Deutschland: erst nach Freiburg, dann nach München. Und wie das Leben so spielt, traf ich während eines Praktikums in München meinen heutigen Ehemann und blieb dann hier. Ich finde München hat auch viele Ähnlichkeiten mit Wien – ich wohne sehr gerne hier. Hier und da vermisse ich meine Heimat aber schon. Vor allem die Bäckereien mit frischen, handgemachten Backwaren. Ich muss leider feststellen, dass die meisten Bäckereien hier tiefgekühlte Croissants anbieten und das hat mit handgemachten Backwaren einfach nichts zu tun. Wie vermutlich jeder Franzose denke auch ich, dass Essen mehr als bloß Nahrung ist: es hat auch mit unserer Geschichte, unserer Kultur und Identität, unseren Emotionen und mit Liebe zu tun. Es ist doch eigentlich in jeder Kultur und seitdem die Menschheit existiert so, dass Essen und Wein wertvolle Geschenke für Menschen, ja sogar für die Götter sind. Da merkt man, dass die Bedeutung von Essen doch größer ist als man glaubt. Und besonders wenn wir über unsere Hochzeit nachdenken: die Hochzeitstorte und das Hochzeitsessen sind für jeden ein Highlight und das nicht ohne Grund!Seitdem ich klein bin backe ich gerne und ich habe mir tatsächlich alles selbst beigebracht. Das war übrigens auch nötig, weil wir in meiner Familie nicht die großen Bäcker sind. Hinzu kommt, dass ich eine Perfektionistin bin und für Perfektionisten ist die Madeleine einfach das richtige Gebäck. Denn ist es so: ohne den charakteristischen Hügel ist es keine richtige Madeleine. Und den Hügel schafft man nicht direkt beim ersten Mal. Auch nicht beim zweiten, vielleicht nicht mal beim zehnten. Es war mir ein großer Ansporn, dieses schwierige Gebäck auch tatsächlich perfekt zuzubereiten. 

Allerdings war es ein langer Weg bis dahin und es war sicher nicht in Stein gemeißelt, dass ich mich eines Tages damit selbstständig machen würde. Ich habe zuerst Psychologie studiert und danach einen Master in Neuroscience gemacht. Dann folgte wie selbstverständlich der PhD, aber langsam dämmerte mir, dass ich im Labor und in der Forschungswelt nicht glücklich werden würde. Mir fehlten die Menschen und die Leidenschaft. Ich wollte einfach aufwachen und Lust auf meinem Tag haben. Ich habe also den PhD hingeworfen und zunächst als Store Managerin in einem Laden gearbeitet, der Produkte rund ums Kochen & Backen anbietet. Und da war endlich wieder etwas wofür ich mich begeistern konnte: Kunden, die ich glücklich machen und Mitarbeiter, die ich weiterentwickeln wollte. Und die geistige Herausforderung kam auch nicht zu kurz: man muss die Wirtschaftlichkeit des Ladens im Auge behalten, Absätze messen und prognostizieren, Marketingstrategien entwickeln und umsetzen, einfach immer ein Ziel vor Augen haben… Das einzige was mich störte: es war nicht meins. Es war nicht meine Idee, nicht meine Identität, nicht meine ganz persönliche Leidenschaft. Deshalb entschied ich trotz Vollzeitanstellung und Schwangerschaft mich selbstständig zu machen und dazu die Prüfung zur Konditorin in Frankreich abzulegen. Es ist in Frankreich so, dass man das Konditorenhandwerk im Fernstudium erlernen kann und nur zur Prüfung vor Ort sein muss. Schon die Ausbildung hat mir so viel Spaß gemacht! Danach musste die Gründungs-Idee her, und ich erinnerte mich wieder an das Gebäck aus meiner Kindheit: die Madeleine. Mir fiel auch auf, dass man Macarons hierzulande schon überall finden kann, Madeleines jedoch noch nirgendwo, außer vielleicht im Supermarkt als Industrieprodukt. Aber seien wir ehrlich, das hat mit echten Madeleines nichts zu tun und man will das auch nicht freiwillig essen. Ich sah das Potenzial und die Möglichkeiten, die in diesem kleinen Gebäck steckten und dachte mir, hier kann ich noch etwas bewirken, hier kann ich mich entfalten!

Kann man die Madeleines nur in großen Mengen oder auch in kleinen Mengen bestellen? 
Praktisch alles ist möglich. Ich biete z.B. einzeln verpackte Madeleines als Gastgeschenke an. Man wählt dazu seine Lieblingssorte aus und formuliert eine persönliche Nachricht an die Gäste, die ich den  Madeleines beilege. Es ist auch möglich, die Farben und das Design der Verpackung individuell zu gestalten –in Absprache mit dem Brautpaar übernehme ich das Design sehr gerne selbst, wenn jemand ein fertiges Design hat, kann ich das aber auch übernehmen. Und solche Gastgeschenke kann man auch für kleine Hochzeitsgesellschaften buchen, das ist eigentlich gar kein Problem.

Außerdem biete ich Madeleines-Pyramiden z.B. als Begleitung zum Sekt-Empfang oder für das Kuchenbuffet an: es gibt sie in Größen á 45 oder 75 Madeleines. Wieviele Pyramiden man bestellt bleibt dem Brautpaar überlassen – auch eine einzige Pyramide ist in Ordnung. Auf den Pyramiden darf man dann alle mögliche Sorten mischen. Ich empfehle allerdings nicht mehr als 4 Sorten pro Pyramide, damit die Gäste nicht überfordert werden und die Auswahl übersichtlich bleibt. In der Regel sollte man mit 3 Madeleines pro Person rechnen, wenn die Madeleines ein Stück Torte ersetzen sollen. Wenn die Madeleines lediglich eine Ergänzung zur klassischen Hochzeitstorte sind, dann genügt im Schnitt vielleicht schon eine Madeleine pro Person. Viele Brautpaare bestellen die Pyramide für die standesamtliche Trauung, denn sie wiegt ja kaum etwas, man kann sie überall hinstellen und hat trotzdem sofort einen Hingucker. Außerdem  braucht man kein Besteck – sehr praktisch.

Weiterhin biete ich  Madeleines-Geschenkboxen mit handgeschriebener Karte an: die eignen sich sowohl als Einladung als auch als Danksagung für die besonders engen Freunde und Verwandten, also für Trauzeugen/Trauzeuginnen, Eltern, Geschwister. Größe und Inhalt der Boxen sind flexibel und auf Wunsch können wir auch das Design und die Farben der Box passend zum Hochzeitsthema gestalten. Solche Boxen sind wirklich ein Hingucker und kommen bei den Empfängern immer sehr gut an.

Können die Brautpaare deine Köstlichkeiten vor der Bestellung kosten?
Selbstverständlich. Ich versende gerne Probeboxen mit Mini-Madeleines. So kann man sich durch eine Vielzahl von Sorten durchprobieren. Die Probebox ist kostenlos und unverbindlich. Außerdem spart sie dem Brautpaar viel Zeit und Stress, weil es nicht erst irgendwo hinfahren muss, um sich einen Eindruck zu verschaffen. In der Vorbereitungsphase der Hochzeit hat man wahrlich schon genug um die Ohren, da ist es doch schön, wenn man diesen Teil der Vorbereitung ganz gemütlich bei einer Tasse Tee oder Kaffee von zu Hause aus erledigen kann. Am liebsten gemeinsam mit dem Partner.


Wie lange im voraus sollte man die Madeleines bestellen?
Es hängt ein wenig davon ab welche Sorten man auswählt und für welches Produkt man sich entscheidet (Pyramide, Gastgeschenke, Geschenkboxen). Für eine Pyramide in München & Umgebung wären 1-2 Wochen Vorlauf gut. Aber besonders in der Hochzeitssaison von Mai bis September ist es wirklich das Beste, wenn man sich so früh wie möglich entscheidet, weil wir leider nicht beliebig viele Kunden bedienen können und darum auch Aufträge ablehnen müssen, wenn wir schon voll sind. 

Auch für die Gastgeschenke bräuchten wir 2 Wochen Vorlauf, da das Design der Madeleines individuell abgestimmt wird und man die Versanddauer berücksichtigen muss. 

Die Einladungsboxen sind um einiges aufwendiger und es muss im Vorfeld vieles abgestimmt werden: ein Monat Vorlauf wäre deshalb sehr wünschenswert, damit alles reibungslos funktioniert.

Lieferst du nur in Deutschland aus?
Die Madeleines Boxen und Gastgeschenke versende ich bundesweit per Post. Da die Madeleines einzeln verpackt und so für den Transport gut geschützt sind, ist das kein Problem. Auch europaweiter Versand ist auf Nachfrage möglich – ich habe schon Boxen nach Spanien und Frankreich versendet.

Die Madeleine-Pyramide können wir aber leider nur in München und Umgebung anbieten, weil sie sich nicht für den Versand eignet.

Bist du mit den Madeleines nur in der Hochzeitsbranche tätig?
Ich biete meine Madeleines-Pyramide und Gastgeschenke auch als Begleitung zu anderen Anlässen an: Geburtstage, JGAs, Baby Shower. Meine Madeleines-Boxen sind auch ein schönes Geschenk für den Valentinstag, zum Geburtstag oder zu Weihnachten. 

Außerdem habe ich viele Business-Kunden. Unternehmen ordern gerne die Madeleines-Boxen in ihrem Corporate Design als Geschenke für Mitarbeiter oder Kunden.

Ihr wollt mehr über Marie und Modern Bakery wissen? Dann findet ihr hier sicher, was ihr sucht:

Website: www.modernbakery.de
Instagram: @modernbakery.de
Facebook: @modernbakery.de